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Berufschancen für Mathematiker


Warum gibt es eigentlich keinen Nobelpreis für Mathematik? Hauptgrund dafür ist, dass Alfred Nobel, der Begründer der Stiftung, dafür in seinem Testament nichts vorsah (Nobelpreise gibts für Entdeckungen und Verdienste in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur sowie für Bemühungen um Völkerverständigung und Frieden). Zwar gibt es  für Mathematiker kaum minder prestigeträchtige Preise und Auszeichnungen wie die Fields-Medaille und den Abelpreis, doch ist die Aussage, dass Mathematikgenies ihre (Nobel)-Preise häufig in anderen Fächern bekommen, nicht grundsätzlich falsch. Mathematik ist eine Basistechnologie. Sie liefert den theoretischen Unterbau, ohne den moderne Forschung und Hochtechnologie undenkbar sind.





Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften mit Mathematikabschluss wächst stetig. Überall werden sie gebraucht. Software, Informatik und Telekommunikation, Bank- und Versicherungswesen, Energiemanagement und Umweltschutz, Consulting Unternehmensberatung, Prozessanalyse und Simulation, industrielle Forschung und Entwicklung und  Pharmaindustrie, Statistik, Verwaltung und Planung, nirgendwo kommt man ohne sie aus. Zusätzlich schätzen viele Unternehmen die von Mathematikern von Hause aus mitgebrachten  Fähigkeiten wie logisches und abstraktes Denken, Flexibilität und Kreativität so hoch ein dass Mathematiker auch oft in mathematikfreien Bereichen eingesetzt werden. Und all dies führt wiederum zu einen wachnsenden Bedarf an fähigen Lehr- und Ausbildungskräften.





Doch sollte die Entscheidung zum Mathematikstudium wohlüberlegt sein. Als Verlegenheitsfach  etwa erweist Mathematik sich meist als ausgesprochen ungeeignet. Die guten Berufschancen allein sollten nicht den Ausschlag geben und ein Schuss echte Begeisterung sollte schon mit im Spiel sein. Die meisten Mathematiker sind von Natur aus frustrationsresistent. Diese Eigenschaft zahlt sich bei einem Mathematikstudium nicht nur aus, sie gehören sogar mit zu den Grundbedingungen.  Schon so mancher der in der Schule zu den Überfliegern gehörte und dessen Hartnäckigkeit und Fleiss dementprechend wenig gefordert  waren (meine Wenigkeit  eingeschlossen) erlebte wärend des Mathematikstudiums  ein paar unagenehme Überraschungen. Ein guter Draht zur Mathematik ist noch kein Grund zum Mathestudium. Der kann genausogut in natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Bereichen den Schlüssel für eine erfolgreiche Karriere bilden.







Wer sich für ein Mathematikstudium entschieden hat, kann in Deutschland zwischen verschiedenen Formen von Studiengängen wählen. Neben dem Lehramtstudium, dem traditionellen Diplom, den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen existieren eine Reihe von spezialisierten Studiengängen wie etwa Biomathematik, Finanzmathematik Technomathematik oder Wirtschaftsmathematik. Auch als Magisternebenfach kann Mathematik studiert werden. Mathematik kann  sowohl an Universitäten und Technischen Hochschulen als auch von Fachhochschulen studiert werden. Zulassungsbeschränkungen für ein Mathematik Studium gibt es zur Zeit an den meisten Unis nicht. Dies zeigt dass das Prinzip der natürlichen Auslese in der Mathematik überdurchschnittlich gut funktioniert. Spezielle Hürden variieren je nach Hochschule.