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Auslandssemester
Angesichts der rasant fortschreitenden Globalisierung verwundert es nicht, dass sich immer mehr Studierende für ein Auslandssemester oder ein Auslandstudium interessieren. Was die rein fachliche Reputation von an ausländischen Institituten absolvierten Semestern angeht, lässt sich speziell im Bereich Mathematik vergleichweise nur wenig für die berufliche Laufbahn hinzugewinnen, da hier deutsche Unis international einen sehr guten Ruf besitzen. Die wichtigsten Pluspunkte eines Auslandsemesters sind "fachübergreifend". Ein Auslandaufenthalt erweitert den Horizont, schafft solide praktische Sprachkenntnisse und ist persönlichkeitsbildend. Am Arbeitsmarkt  wird Absolventen von Auslandssemestern grundsätzlich mehr Flexibilät zugeschrieben, und was Wirtschaftsmathematik angeht, ist jegliche internationale Erfahrung ein zuätzliches Plus. Wer Mathematik als Lehramt studiert, wird im Zuge des derzeitigen Trends zu mehrsprachigem Unterricht an deutschen Schulen einem Auslandssemester einiges abgwinnen können.  In diesem Fall lässt sich ein Auslandsaufenthalt sogar relativ früh ins Studium enbinden, da didaktikbezogene Kurse im Ausland verhältnismässig leicht belegbar sind. 











Neben Eigenrecherche und gezielter Kontaktaufnahme mit betreffenden Unis im Ausland sind die Austauschprogramme der deutschen Universitäten eine gute Quelle für erste Informationen. Der Akademische Auslandsdienst und Programme wie ERASMUS unterstützen Studenten bei organisatorischen Fragen rund um ein Auslandsstudium.  Meistens wird nicht das gesamte Studium verlegt, sondern lediglich ein oder zwei Semester integriert. Bei entsprechender Antragstellung bei der eigenen Hochschule bleibt die heimische Regelstudienzeit erhalten und die Auslandssemester werden nicht aufs deutsche Studium angerechnet. Diese Regelung ist besonders wichtig, wenn Stipendien oder andere zeitgebundene Unterstützungen beachtet werden müssen, und verläuft in der Regel unproblematisch. Neben BAföG-Empfängern sollten sich auch Studenten, die im Inland kein BAföG beziehen, über die Modalitäten einer Auslands-BAföG Unterstützung -Zuschüsse über das Inlands-BAföG hinaus sowie partielle Erstattung von Reisekosten und Studiengebühren - erkundigen. Die Genehmigung solcher Anträge kann bis  zu 9 Monate in Anspruch nehmen, weswegen Recherchen hierzu möglichst frühzeitig beginnen sollten. Für Versicherungschutz muss man bei einem Auslandssemester selbst aufkommen, auch bei ERASMUS Austauschprogammen.

















Dass die Sprache des Ziellandes einwandfrei beherrscht werden muss, versteht sich von selbst.  Je geringer die Kenntnisse, desto länger und intensiver sollte man sich auf den Auslandsaufenthalt vorbereiten. Zweifel wegen Einsamkeit in der Ferne oder Heimweh erweisen sich in den meisten Fällen als unbegründet, denn dafür bereitet ein Auslandsmeester schon nach kurzer Zeit viel zu viel Spass.  Zudem geht es zumeist auch recht komfortabel zu, besonders bei Austauschprogrammen mit den USA.  Beispielsweise unterhalten viele US Universitäten Sportzentren, die deutlich über deutschem Niveau liegen. Das Sportcenter der Tulane University in New Orleans etwa bietet neben Fitnessräumen und Tennisplätzen auch ein Hallenbad mit Infrarotsauna, alles gleich neben dem Campus. Ausschlaggebend für die Wahl der Hochschule sollten derartige Zusatzinfos natürlich nicht sein, andererseits aber stellen sie ein Differenzial dar, von dem sich so manche deutsche Uni eine Scheibe abschneiden kann und schaffen für zusätzliche Motivation, sich einmal für ein halbes Jahr oder länger von zu Hause loszumachen. Zu bedenken gilt allerdings, sollte dass Planung und Vorbereitung eines Auslandssemesters gerade dann Zeit und Kraft in Anspruch nehmen, wenn an der Heimatuni Prüfungen anstehen. Mit dieser zusätzlichen Belastung gilt es klarzukommen, und entsprechende Vorarbeit während des laufenden Semesters zahlt sich aus.